Z U R Ü C K   /   V O R W Ä R T S  
 
 
 
 

B L O C K  B  /  V O N  D E N  A N D E N  Z U M  A M A Z O N A S

T O U R  V I E R
Von den Anden zum Amazonas - eine auf ihre Art einmalige Tour, etwas ganz Besonderes

S c h w i e r i g k e i t :  a n s p r u c h s v o l l

C h a r a k t e r : Diese Tour ist zweifelsohne schwerer als Tour drei. Eine Tour mit Pioniercharakter. Fantastische Landschaften und eine unglaubliche Vielfalt von Klima und Landschaft.

 
 
 
 

E R S T E R   T A G

Mit dem Geländewagen geht es zunächst nach Cocoyo. Die wilde Fahrt führt über zwei hohe Pässe mit einem atemberaubenden Ausblick über die eisbedeckten Berge.

 
 
 
 
Blick von einer Lamaweide in der Nähe des Dorfes Cocoyo auf das Massiv des 6.000 Meter hohen Pico del Norte.
 
 
     
 

Z W E I T E R   T A G

Nachdem die Lamas, unsere Tragtiere, mit unserem Gepäck beladen sind, steigen wir aus dem immer kaltem Cocoyo hinab in das im warmen gelegene Dickicht des Buschlandes. Von hier ab folgen wir einem längst vergessenen teilweise gepflasterten Inkaweg, der uns zur Ruine Marcabepata führt. Dort werden wir so manche erstaunliche Entdeckung machen. Nach ein bis zwei Stunden gehen wir weiter und folgen einem schmalen Pfad durch hohes Gras.

 
 
 
 
 
 
 
Entlang der Grenze zwischen Anden und Tropen führt ein Pfad entlang. Diesem folgen wir. Der Luftaustausch zwischen Anden und Tropen bewirkt kühle Fallwinde und von den Tropen aufsteigende warme Luftmassen gleichermaßen. Im hohen Gras rastend sehen wir unter uns die undurchdringlichen Baumkronen des Nebelwalds und gleichzeitig über uns das Andenhochland. Zwei völlig gegensätzliche Welten berühren sich an ihrem Schnittpunkt. Nach einem langen Marschtag erreichen wir eine kleine Ebene mit Blick auf den unter uns beginnenden Urwald. Dort stellen wir die Zelte auf. Wir sind von einer exotisch anmutenden Landschaft mit herrlichen Panoramablicken umgeben.
 
 
 
 
Wetterleuchten und Abendstimmung in Guinapi. Weit unten liegt das Becken des Amazonas, den man von hier aus aber praktisch nur erahnen kann, da er so gut wie immer durch Nebel verhüllt ist.
 
 
 
 
Das neue Basislager im Grasland. Bevor es bezugsfertig ist, müssen erst einmal alle zusammenhelfen um einen ebenen Platz herzurichten.
 
 
     
 

D R I T T E R   T A G

Es scheint zu unwirklich um wahr zu sein aber es ist kein Traum. Wir blicken auf die Wälder unter uns und zugleich die eisbedeckten Berggiganten der Anden über uns. Vielleicht hören wir auch einen der hier lebenden Schwarzbären brüllen oder einen Papagei schreien. Heute wird unser Weg sehr schwer werden und wir müssen ihn durch Seile sichern um weiter vorwärts zu kommen. Aber keine Angst, wir sind sehr erfahren uns wissen daher ganz genau, wie wir gefahrlos weiter kommen. Aber ein schwerer Weg braucht seine Zeit und so kommen wir, auf Sicherheit bedacht, nur langsam voran.

 
 
 
 
Im Grasland (Pajonal).
 
 
 
 
Gegen Mittag erreichenwir die Inka Ruine Guinapi. Die mystische Festung aus längst vergangenen Tagen liegt auf einem flachen Doppelgipfel hoch über den Niederungen. Der Panoramablick ist außergewöhnlich: Unter uns undurchdringlicher Urwald und tiefe tropische Täler in endloser Abfolge. Über uns die eisgepanzerten Gletscherpaläste der nördlichen Königskordillere. Hier schlagen wir unser Lager auf und können am Nachmittag die antiken Mauern besichtigen. Anders als im überlaufenen und bis ins letzte reglementierten Machu Picchu Perus sind wir hier völlig allein.
 
 
 
 
Fund eines Schädels aus der Tiwanacuperiode.
 
 
 
 
Blick hinunter in end- und namenlose Urwaldtäler.
 
 
     
 

V I E R T E R   T A G

Direkt hinter den Ruinen geht unser Weg steil bergab. Zunächst nutzen wir für unseren Abstieg Pfade, die Bären in das hohe und zugleich dicke Gras getreten haben. Dann erreichen wir den Wald, der wie eine Wand vor uns steht - ein gewaltiger Eindruck. Es wird zunehmend wärmer und bald schließt uns der dichte Wald mit seinem Pflanzenteppich ein. Unten angekommen, bauen wir auf einer kleinen Lichtung unsere Zelte auf.

 
 
 
 
Klimawechsel: Übergang vom Hochgebirge in tropische Regionen.
 
 
 
 
Der Weg führt weiter durch das dichte, fast undurchdringliche Grün des Regenwaldes.
 
 
     
 

F Ü N F T E R   T A G

Wir steigen weiter hinab durch dem immer dichter werdenden Wald. Ab und zu müssen wir unsere Fixseile zu Hilfe nehmen um vorwärts zu kommen. Am Nachmittag erreichen wir einen Fluß, in dessen Nähe wir unser Lager aufschlagen. Hier sehen wir Vögel, wilde Schafe und das Grün des Regenwaldes in all seinen Varianten.

 
 
 
 
Wunderschöner Schmarotzer. Eine Epiphyte besiedelt einen alten Ast.
 
 
 
 
Grüne Hölle oder Paradies? Unbekannte Blütenpracht in den Tiefen des Waldes.
 
 
     
 

S E C H S T E R   T A G

Den ganzen Tag laufen wir weiter durch den Wald. Manchmal gehen wir nahe des Flusses und ab und an ein Stück weit weg von ihm. In der großen Luftfeuchte die hier herrscht, sehen wir riesige Baumfarne, Vögel, Blumen. Wir schlagen unser Lager im Wald auf. In der Nacht wohnen wir einem erstaunlichen Spektakel bei: Tausende von großen Glühwürmchen beleuchten mit ihrem fluoreszierenden Licht die Szenerie.

 
 
 
 
Endlich im >Nichts< angekommen, schlagen wir unser Zelt am Rand des Flusses Chajolpaya auf.
 
 
 
 
Die seichte Höhle vom Rio Llipichi. Wir nutzen sie um in ihr ein Feuer zu entfachen, auf dem wir uns einen Tee zubereiten. Außerdem trocknen wir hier auch unsere feuchte Kleidung.
 
 
     
 

S I E B T E R   T A G

Der Wald lichtet sich zunehmend und schon bald laufen wir auf einem schmalen Pfad der uns zur Estancia Kattuaya bringt. Kattuaya ist einen typische Selbstversorger Farm. Hier im Hinterland Boliviens gibt es keine Touristen. Wir verbringen hier wieder die Nacht in unseren Zelten.

 
 
 
 
Hier auf der Farm gibt es wieder ausreichend Nahrungsmittel.
 
 
 
 
Robert Rauch mit Paulinho und Braulio in Kattuaya, einer winzigen, sich selbst versorgenden Farm im Outback Boliviens.
 
 
     
 

A C H T E R   T A G

Wir folgen einem schmalen Pfad, der von den drei Einwohnern Kattuayas in Stand gehalten wird abwärts in ein Tal. Stetiger Szenenwechsel: während in einem Moment die Sicht wegen des dichten Unterholzes nur 20 Meter weit reicht, beschreiten wir schon kurz darauf eine große Lichtung von der aus wir hinunter in überwältigend schöne Täler sehen können die so weit reichen, wie wir sehen können. Nach einem langen Marsch auf unserem schmalen Pfad treffen wir auf den relativ breiten Camino del Oro, einem öfter begangenen Weg bei La Hoya. Hier schlagen wir erneut unser Lager auf.

 
 
     
 

N E U N T E R   T A G

Wir folgen einen weiteren Tag dem Camino del Oro. Schließlich erreichen wir die Goldmine Chussi  die den ersten Außenposten der Zivilisation darstellt. Hier verbringen wir die Nacht.

 
 
 
 
Die Hauptstraße von Chussi.
 
 
     
 

Z E H N T E R   T A G

Den weiteren Weg setzen wir nun mit einem Geländewagen fort. Die Fahrt führt uns an zahlreichen Goldminen bemerkenswerter Größe vorbei bis wir schließlich die Hauptstadt der Minenarbeiter Namens Guanay erreichen. Wir sind nun zurück in der Zivilisation. In Guanay können wir wieder Videofilme ansehen, in Restaurants speisen und in einem Gasthaus übernachten.

 
 
     
 

E L F T E R   T A G

Eine zehn Stunden dauernde Busreise bringt uns schließlich zurück in die von quirligem Leben erfüllte Metropole La Paz. Der erneute Ortswechsel verschlägt uns in eine völlig andere, geschäftige Welt! Hier endet unsere Reise.

 
 
 
 
Geschäftiges Treiben in den Straßen von La Paz.
 
 
 
  Letzte Aktualisierung 18.01.06 | ©2005 bis 2007, Robert Rauch, Jens-Uwe Tiedtke | website by ...